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Wirkungszusammenhänge statt Symptome

Schon immer mochte ich es, die Dinge im Griff zu haben – Kontrolle zu behalten. Früher hat mich jede Abweichung vom Plan ins Schwitzen gebracht. Heute nehme ich es deutlich entspannter. Gut, ich gebe zu, manchmal komme ich immer noch ins Schwitzen – aber das liegt inzwischen eher an meinem Alter als an der Situation.
Es hat Zeit und Erfahrung gebraucht, um einen gelasseneren Umgang mit Überraschungen und Unvorhergesehenem zu entwickeln. Doch genau das war notwendig, um meinen Job gut zu machen. Fast alle Prozesse, die ich begleite, sind voller unerwarteter Wendungen. Wenn ich mich stur an einen Plan klammern würde, hätte ich weder die Hände noch den Kopf frei, um flexibel darauf zu reagieren. Natürlich habe ich auch heute immer einen Plan – schon allein, um mit meinen Kunden eine gemeinsame inhaltliche und prozessuale Basis zu haben. Aber das Einhalten dieses Plans hat für mich keine oberste Priorität mehr. Mein Talent liegt darin, den Plan als roten Faden zu nutzen, der Orientierung gibt, während ich den Prozess wertschöpfend in die gewünschte Richtung lenke.
Auch Führungskräfte stossen zunehmend auf Herausforderungen, die sich nicht mehr durch starre Pläne oder reines Fachwissen lösen lassen. Wenn Überraschungen auftreten und das nötige Wissen fehlt, hilft auch der beste Plan nicht weiter. Dann braucht es kreative Ideen – die den Unterschied zwischen einer Krise und einer echten Lösung machen. Genau hier wird es entscheidend, den Kopf frei zu haben, um den Prozess bewusst zu führen. Und dieser Prozess beginnt mit einer simplen, aber wirkungsvollen Frage: WER hat eine Idee?
Wie geht ihr mit der Illusion der Kontrolle um? Und wie schafft ihr es, Überraschungen souverän zu meistern? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!
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